Die Entdeckung des Torakosmos

Hier finden Sie einen Einstieg in die Hitomi-Entschlüsselungsmethode und die damit entschlüsselten Inhalte der Bibel.

  • Inhalt dieser Seite
  • - Hintergrundwissen, Übersicht und Methode im Detail
  • - Indizien und Hinweise dass es diese Verschlüsselung gibt
  • - Die Be/Deutung der Ergebnisse
  • - Nutzen der dechiffrierten Inhalte
  • Hitomi-Verschlüsselung in der Bibel

    Grundlagen

    Sefirotsymbole
    Ergebnis der Entschlüsselung

    Die Tora (Betonung auf a), auch genannt die Bücher Moses oder der Pentateuch, sind die ersten 5 Bücher der jüdischen heiligen Schrift (dem Tanach) und auch der Bibel. Tora bedeutet Gesetz oder Weisung (von jarah, unterweisen). Sie beinhaltet unter Anderem den Schöpfungsbericht, die 10 Gebote und die ersten Geschichten Gottes mit dem Menschen. Die herkömmliche Schrift der Tora ist Hebräisch und das erste Buch Moses / der Tora ist die Genesis.

    Als Hitomi (ひとみ), japanisch für Auge, Pupille, Augenlicht, bezeichne ich meine Methode, mit dem Computer Punktemuster aus der heb­rä­isch­en Genesis zu dekodieren und zu zeichnen. Die Punkte werden anschließend händisch mit Linien ergänzt.

    Es handelt sich um einen steganographischen Code. Das heißt, dass eine nicht offensichtliche Botschaft in einer verständlichen Botschaft versteckt wird. Denn während man sonstigen Kodierungs­methoden ansehen kann, dass man etwas verschlüsseltes vor sich hat, merkt man bei der Steganografie nichts davon. Es sieht alles „normal“ aus.

    Die intuitiv entdeckte Hitomi-Methode fußt auf einem Polarkoordinatensystem. Während ein normales Koordinatensystem zum Beispiel zwei Dimensionen kennt, eine x- und eine y-Koordinate für einen bestimmten Punkt darin, ist ein Polarkoordinatensystem rund. Dort wird die Position eines Punktes durch seinen Abstand vom Mittelpunkt des Systems (Radius) und durch einen Winkel angegeben.

    Bild: Polarkoordinatensystem

    Der große Punkt im Bild oben ist mit den Polarkoordinaten Radius 2 und Winkel 210° angegeben.

    Die Methode in der Übersicht

    In der Hitomi-Methode werden die Im-Text-Positionen bestimmter Worte der hebräischen Genesis grafisch durch Punkte in einem wie besagten Polarkoordinatensystem dargestellt. Die Versnummer bestimmt dabei den Winkel (es werden alle Verse des Buches von 1 bis zum Ende durchgezählt), und die Position des Wortes im Vers bestimmt den Radius für einen zu zeichnenden Punkt.

    Bild: Hitomi-Methode

    Die bestimmten Worte werden nach ihrem gematrischen Wert herausgesucht. Gematrie ist eine hebräische Form der Zahlenmystik. In der Gematrie werden für hebräische Worte durch die Addition der Werte ihrer Buchstaben Zahlwerte ermittelt. Dabei herrscht ein eindeutiger Schlüssel, denn im hebräischen gibt es keine Zahlzeichen, sondern die hebräischen Buchstaben werden seit unbekannten Zeiten zugleich als die Zeichen für die Zahlen verwendet. Die 27 Buchstabenzeichen entsprechen der Reihe nach den Zahlen 1 bis 9, 10 bis 90 in Zehnerschritten und 100 bis 900 in Hunderterschritten.

    Bild: Gematrie

    Es befindet sich in der Offenbarung (dem letzten Buch der Bibel) ein eindeutiger Hinweis, dass jemand Weisheit erlangt, wenn er die Zahl eines bestimmten Wortes berechnet:

    „... den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, ...“

    Ich denke, dieser Spruch steht beispielhaft für den ganzen Zahlenmystik-Aspekt des Wortes (der Bibel), der nicht immer nur das hervor bringt, was man allgemein glaubt.

    Anwendungsbeispiel

    Unten ein Beispiel eines Ergebnisses aus der eben angerissenen Methode, die gleich noch im Detail erklärt wird. Gesucht wurde nach dem Wortwert 666 und dessen Verteilung wurde wie beschrieben grafisch darge­stellt.

    Bild: Hitomi-Beispiel

    Für mich ergibt sich hier ein gleichseitiges Dreieck, das in seiner Doppelform als Davidstern ebenso wie die Zahl 666 dem Herzchakra (Bild unten) zuzuordnen ist. Die Farbe der Punkte soll die Assoziation erleichtern und hängt vom Auftreten bestimmter Buchstaben an den Wortenden ab.

    Bild: Herzchakra

    Die Methode im Detail

    Nehmen wir der Einfachkeit und der bildlichen Darstellbarkeit halber zunächst eine fiktive Genesis mit maximal 4 Worten pro Vers und insgesamt 108 Versen. Diese Verse würden im Bild unten entlang den Radien (den Speichen im Bild) angeordnet werden. Sie würden in drei Runden von je 36 Versen um den Mittelpunkt des Rades angeordnet werden, die ersten 36 Verse jeweils entlang den innersten Dritteln der Radien, gefolgt von den nächsten 36 Versen entlang den mittleren Dritteln der Radien, und so weiter. Wenn der längste Vers 4 Worte hätte, würden sich auf dem gesamten Radius dreimal so viele, also 12 mögliche Punktpositionen ergeben.

    Bild: Hitomi-Schema Ringe

    Tatsächlich hat die Genesis 1533 Verse, sowie maximal 26 Worte pro Vers. Es wird mit Vers 1 auf Speiche 1 im innersten Ring begonnen, und es werden die 26 möglichen Wortpositionen auf dem innersten Abschnitt der Speiche verwendet, von innen nach außen. Es wird so eine Runde gemacht, von Speiche zu Speiche, und diese wird dann ab Vers 512 im nächsten Ring wieder ab Speiche 1 wiederholt, nur eben auf dem nächst äußeren Abschnitt der Speichen und so weiter.

    Im Bild unten sieht man aus Darstellbarkeitsgründen weniger als 511 Speichen und nur acht mögliche Wortpositionen statt 26 pro Vers. Die grauen Felder sind die Worte und man sieht, dass Felder weiß und frei bleiben, wenn ein Vers weniger Worte hat als es mögliche Positionen auf der Teilspeiche eines Verses gibt.

    Bild: Hitomi-Schema Wortpositionen im Vers

    Es wird eine Zahl gewählt und für jedes Wort dass diese Zahl als gematrischen Wert hat, wird ein Punkt an die Stelle dieses Wortes im System gesetzt. Die Darstellung der Wortplätze als Felder im Bild oben dient dabei nur der Anschaulichkeit, denn tatsächlich gehören die Punkte auf die Schnittpunkte der Kreisbögen und Radien, für eine mathematisch exakte Position.

    In acht der so entstehenden Punktemuster habe ich Symbole und mehr erkannt. In der Genesis gibt es nur 1395 verschiedene Wortwerte, so dass die Zahl der möglichen Muster limitiert ist.

    Einige Details der Methode sind noch zu erklären, beispielsweise die Orientierung der Bilder und die Farbe der Punkte, aber das würde den Rahmen dieser Einführung sprengen.

    Indizien und Hinweise

    Dafür, dass die Methode nicht aus der Luft gegriffen ist, gibt es folgende Hinweise.

    Titelmotiv der Einheitsübersetzung (Bibel)

    Bild: Einheitsübersetzung

    Das Titelmotiv der Einheitsübersetzung zeigt ein dreifaches Christusmonogramm, das einem byzantinischen Mosaik aus dem 5. Jh. in der Taufkirche von Albenga (Italien) nachempfunden ist. Es soll vielleicht die Trinität darstellen.

    Die Herkunft des Christusmonogramms an sich ist unklar. Kaiser Konstantin I. soll es einmal im Traum vor einer Schlacht gesehen haben, zusammen mit den Worten „in hoc signo vinces“ („in diesem Zeichen wirst du siegen“). Danach habe er dieses Monogramm auf die Schilde und Fahnen seiner Legionäre schreiben lassen.

    Auf jeden Fall erinnert dieses Motiv schwer an das Hitomi-Design.

    Die Menorah

    Moses erhielt auf dem Berg Sinai (als er auch die Tafeln mit den zehn Geboten bekam) den Auftrag, ein Heiligtum zu errichten, das Stiftszelt (Mischkan). Zu diesem gehörte auch ein Leuchter (die Menorah). Dieser wird in der Bibel, in der Tora wie folgt beschrieben.

    Bild: Menorah

    Exodus 37,17-24 (Luther 1984): Und er machte den Leuchter aus feinem, getriebenem Golde. Daran waren der Fuß und der Schaft, Kelche und Knäufe und Blumen. Sechs Arme gingen von seinen Seiten aus, nach jeder Seite drei Arme. Drei Kelche waren an jedem Arm mit Knäufen und Blumen. An dem Leuchter aber waren vier Kelche mit Knäufen und Blumen, je ein Knauf unter zwei von den sechs Armen, die von ihm ausgingen. Und die Knäufe und Arme waren aus einem Stück mit ihm und alles war aus getriebenem, feinem Gold. Und er machte die sieben Lampen mit ihren Lichtscheren und Löschnäpfen aus feinem Gold. Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Gerät.

    Aus dieser Beschreibung die bekannte Form der Menorah (Bild) abzuleiten ist nur eine Möglichkeit. Darüber hinaus ist die Form der Menorah im Bild nicht perfekt und es gibt viel besser passende, vor allem als schematische Illustrationen zum Beispiel auf Buchdeckeln.

    Während der vierzigjährigen Wanderung trugen die Israeliten das Stiftszelt inklusive der Menorah stets mit sich, bis es schließlich im Tempel in Jerusalem integriert wurde. Dort ließ König Salomo dann zehn (Zahl der erwarteten verschlüsselten Symbole) goldene Menorot aufstellen, die aber später zerstört wurden.

    Die Menorah leuchtet, und das Leuchten der Kreise wird in einem Hinweis im Sohar aufgegriffen, der gleich genannt wird.

    Im Sohar

    Der Sohar schreibt von „Kreisen im Auge, die den zentralen Punkt umgeben“. Und ebenfalls Sohar: „Die Augen des weißen Hauptes sind verschieden von anderen Augen. Sie haben keine Lider und keine Wimpern.“. Und: „..., im Schauen des verborgenen Auges [kann gewusst werden]: daß drei eins sind.“ (die Drei Ringe?). Und noch: „..., denn von jenem Saphirleuchten leuchtet Ring um Ring.

    Im Sefer Jetzira

    Das Sefer Jetzira, eine kabbalistische Abhandlung über die Formung der Welt durch die Zahlen und Buchstaben, schreibt in einer möglichen Übersetzung: „Wisse, rechne und zeichne“. Dies ist ein deutlicher Hinweis, dass bei kabbalistischen Berechnungen auch etwas zu zeichnen ist.

    Bild: Jetzira Asschnitt

    In einem Vers der Genesis

    Der beste Hinweis auf die „Hitomi“-Methode, natürlich nicht unter diesem Namen, befindet sich auf der Zahlenebene verborgen im Vers 1022 der Genesis. Er liegt genau an der Grenze zum dritten Drittel und in diesem Vers steht dreimal das Wort „Dein Name“ mit dem gematrischen Wert 360, die Grade eines Kreises.

    Bild: Vers

    Und das könnte sich auf eine Dreiteilung der Genesis beziehen, weil 1022 Verse zweimal 511 sind, so das nochmal 511 bis zum Ende folgen. Das ist eine Teilung in zwei Teile und einen Teil, macht zusammen drei Teile. Analog dazu stehen die ersten zwei „Dein Name“ dort mit „Jakob“ in Verbindung und das dritte „Dein Name“ mit „Israel“. Das sind wieder zwei und eins.

    Bild: Dreiteilung

    Die Be/Deutung der Ergebnisse

    Zusammen stellen die vermutlich zehn vorhandenen Symbole, von denen bisher acht gefunden sind, die zehn Sefirot des kabbalistischen Baumes des Lebens (Bild unten) dar. Die Sefirot sind Ur-Ideen für alles was es gibt und werden von Kabbalisten mit allerlei Archetypen, göttlichen Eigenschaften, Tugenden, biblischen Personen, Engeln, psychologischen und philosophischen Begriffen und Funktionen und viel Mehr betitelt oder in Verbindung gebracht.

    Die Sefirot sind dafür prädestiniert etwas mit Zahlen zu tun zu haben, denn Sefirot bedeutet Ziffern.

    Bild: Baum des Lebens

    Die „Hitomi“-Symbole drücken das Wesen der Sefirot bildhaft aus. So heißt zum Beispiel die erste Sefira (Einzahl von Sefirot) „Krone“ (hebräisch Keter, כתר), für die Idee des Höchsten was es gibt stehend, und das zugehörige Symbol zeigt eben eine Krone, stark vereinfacht als weißes Band mit gelber Zacke, sichtbar im höchsten Kreis im Bild unten (zur Vergrößerung Maus über das Bild bewegen).

    Bild: Die Symbole

    Die Symbole könnten als mystisch-meditative Erklärungen der Sefirot gedacht sein, vergleichbar mit dem Tarot, der einst als Kartenspiel getarnt werden musste. Das würde auch den Grund der Verschlüsselung erklären helfen. Zum Vergleich: Auch überlieferte kabbalistische Texte drücken sich wie in Rätseln aus.

    Manches in den Symbolen ist astronomisch oder mathematisch oder bezieht sich bei genauer Untersuchung auf die Bibel, auf Jesus, seine Geburt, und auf die Kabbalah. Diese Themen sind hier zu einem Gesamt­system verknüpft. Dazu jetzt mal ein Beispiel.

    Der Stern von Bethlehem

    Das Punktemuster aus dem gesuchten Wortwert 231 deutet einen „Zirkel“ an. Der wiederum ist ein Hinweis, Kreise durch die Punkte zu zeichnen. Auch im Sefer Jetzira wird diese Zahl mit einem Kreis oder Rad in Ver­bindung gebracht.

    Bild: Konstruktion

    So erkennt man, mit etwas Recherche, in den Punkten Planetenpositionen für die Jupiter-Saturn Konjunktion am 30. Sept. in 7 v. Chr. um 20:30 Uhr (laut Daten aus dem Astronomieprogramm „Guide“). Konjunktion ist, wenn sich zwei oder mehr Planeten scheinbar begegnen, auch wenn hierbei etwa zwei Monddurchmesser die beiden Planeten noch trennten. Man blickt hier von der Erde aus und sieht Jupiter und Saturn beieinander. Im Bild unten wurden der Erde-Punkt, die Gradskala, die Linien und die Kreise zur Übersichtlichkeit hinzugefügt. Die Planetenbahnen, die man erhält (rot), zeigen nicht den echten Maßstab, aber sie stehen im goldenen Schnitt zueinander.

    Bild: Konjunktion

    Wir haben es hier sehr wahrscheinlich in lockerer Verbindung mit dem „Stern von Bethlehem“ zu tun, einem in der Bibel beschriebenen himmlischen Ereignis zu Christi Geburt. Denn ein konkreter Bezug der hierbei bildgebenden Zahl 231 zur Geburt von Jesus lässt sich finden, wenn man das erste Wort mit diesem Wert im neuen Testament sucht. Das neue Testament ist ursprünglich griechisch geschrieben und Wortwertberechnungen im Griechischen nennt man Isopsephie. Diese ist ebenso wie die hebräische Gematrie genormt, da jedem griechischen Buchstaben ein fester Wert zugeordent ist, wieder genauso wie im hebräischen mit den Werten 1 bis 9, 10 bis 90 in Zehnerschritten und 100 bis 900 in Hunderterschritten.

    Das erste Wort mit dem Wert 231 im neuen Testament ist das Wort „Name“ im Vers Matthäus 1,21. Und dieser Name dort ist „Jesus“:

    „Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“

    Die Beziehung, welche hier durch die Zahl 231 von diesem Vers zur berechneten Konjunktion besteht, könnte sein, dass es sich bei der Konjunktion um den Stern von Bethlehem handelt, zumindest um einen Ausdruck der Geburt Christi.

    Und es kommt noch was hinzu, denn es gibt noch ein weiteres Bild (errechnet aus dem Wortwert 678), das sich auf die oben dargestellte Konjunktion bezieht, nämlich indem es das Sternbild großer Wagen darstellt, so wie er zum genauen Zeitpunkt der Konjunktion (um 20:30 Uhr) über Bethlehem oder auch Nazaret gestanden hat (überprüft mit dem Astronomieprogramm Stellarium).

    Bild: Großer Wagen

    Das Sternbild Fische, in dem die Konjunktion stattfand, deutet auf das astronomische Fischezeitalter, das zur Zeit von Jesus seinen Anfang nahm. Die ersten Anhänger von Jesus waren Fischer, und Christen haben den Fisch in Verbindung mit der Abkürzung „I-ch-th-y-s“, einem altgriechischen Wort für Fisch als Symbol. Die Abkürzung bedeutet: „Iēsous Christós Theoú Hyiós Sōtér“, übersetzt: Jesus Christus Gottes Sohn Erlöser.

    Bild: Ichthys

    Es gibt eine symbolische Deutung für die Konjunktion in 7 v. Chr.: Jupiter als babylonischer Königsstern und Saturn als Beschützer (nach manchen Quellen: Beschützer Israels oder schlicht Saturn als Israel), im Sternbild Fische als Israel (bzw. Palästina oder Judäa). Ein König kommt um Israel zu beschützen.

    Christi Geburt samt dem Stern von Bethlehem von unserem Jahr Eins auf 7 v. Chr. zu verlegen erscheint außerdem noch sinnvoll weil Herodes, der laut Bibel zu Christi Geburt noch lebte, bereits 4 v. Chr. gestorben sei, und weil die Konjunktion babylonischen Priestern, vielleicht den „drei Königen“, bekannt und wichtig war (Keilschrift-Tafeln BM 34659, 34614 und 35429 im britischen Museum London). Die Bibel nennt keine Zahl der „Könige“ und es sind dort auch keine Könige sondern Magoi, also Magier.

    Mit dem zweiten Jupiter-Punkt (blau, kleiner) und dem Mars-Punkt (orangefarben), die zwar im Konjunktionsbild enthalten sind, aber nicht passen, verhält es sich so: Der Mars benötigt ebensoviele Tage für einen Umlauf um die Sonne wie Jupiter für die mit dem roten Pfeil gekennzeichnete Strecke von seiner Konjunktionsposition zum zweiten blauen Punkt. Dieser Zusammenhang wir verdeutlicht, indem Mars und Jupiter dabei auf der selben Linie positioniert sind. Wären sie das nicht, wäre ich kaum auf diesen Zusammenhang gekommen, der sicher eine mystische Bedeutung hat.

    Kabbalistischer Zusammenhang

    Ein Bezug des großen Wagens auf Jesus lässt sich erahnen, wenn man gematrisch den vollen Wert von „Der Wagen, der groß ist“ ausrechnet (Ha Agalah Ha Gadol העגלה הגדול). Damit kommt man auf 888, den selben Wert wie der von Jesus (Ιησους).

    Was ist ein „voller Wert“? Hebräische Buchstaben haben Namen. Die Zahl des Namens (hebräisch Mispar Schemi), auch „voller Wert“ genannt, ist gegeben, wenn man die Namen der Buchstaben eines Wortes aus schreibt und dann die Werte der Buchstaben der Namen addiert. Beispiel: Der Buchstabe Alef א, der in der normalen Zählweise den Wert 1 hat, schreibt sich Alef-Lamed-Phe אלף, das ergibt addiert Alef 1 + Lamed 30 + Phe 80 = 111 für den vollen Wert von Alef.

    Bild: Gematrie Methoden

    Ein gleicher Wortwert von zwei oder mehr Worten drückt eine mögliche Beziehung aus, nicht unbedingt Identität in der Bedeutung. Manchmal ist diese Beziehung wie die vom Abendstern auf den Morgenstern, die beide auf die Venus zurück zu führen sind. Manchmal verhält es sich auch wie bei den Worten Machschak (Dunkelheit) und BeSanverim (in Blindheit), deren gemeinsamer Sinn zum Beispiel nichts sehen können oder etwas nicht sehen können ist.

    Da auch das Wort „Kabbalah“ hebräisch den vollen Wert 678 hat, den Wert aus dem sich das Muster des Wagens errechnet nämlich, sehe ich hier die Möglichkeit, Christi Geburt im kabbalistischen Kontext zu sehen. Und ähnlich wie der Mahayana-Weg (das heißt: großes Fahrzeug) im Buddhismus, ist hier die Kabbalah das große Fahrzeug auf dem Weg.

    Nutzen der dechiffrierten Inhalte

    Nochmal zur Erinnerung: Die zehn Sefirot im kabbalistischen Baum des Lebens stellen, durch ihre Zahlen und Namen, grundlegende Ur-Ideen dar, auf denen vielerlei theologische, psychologische und philosophische Konzepte aufbauen. Die entdeckten Symbole verbildlichen diese Ideen, um ihren Betrachter mit der Welt einer jeden Sefira in Kontakt zu bringen, wenn er die Symbole anschaut oder daran denkt und sich deren Ableitungen vergegenwärtigt. Es erschließt sich dann auch ein besserer Zugang zu spirituellen Aussagen.

    Symbole wirken als dezente Anhaltspunkte, welche feine Assoziationen auslösen und damit die Arbeit des Unterbewussteins je nach Symbol in eine bestimmte Richtung lenken, so dass daraus wiederum bewusste Inhalte und Erkenntisse auftauchen.

    Die Wirkungen der abstrakten Hitomi-Symbole sind unterschwellig, aber weitreichend und tiefgehend. Indische Yogis im Tantrismus und auch die Freimaurer nutzen ähnliche Symbole, um spirituelle Entwicklungen in Gang zu setzen und zu fördern. Und jedes der entdeckten Symbole hat seinen ganz bestimmten Zweck dabei.

    Das Bild unten zeigt ein tantrisches Sri-Yantra, das „Tor zu den Göttern“.

    Bild: Sri-Yantra

    Die entdeckten Symbole helfen, sich ein Verständnis der Sefirot aufzubauen, so wie die Sefirot ursprünglich gemeint waren. Ich nehme an, dass die Idee des Sefirotbaumes wesentlich älter ist als die heute bekannte Kabbala und das wir über seine Entstehung längst nicht alles wissen.

    Die mystische Versenkung in die Sefirot, um ihren allgemeinen oder auch persönlichen Sinn zu entdecken, ist gängige kabbalistische Praxis. Mit den entdeckten Symbolen gibt es jetzt aber die archetypischen Urbilder dazu in Klarheit. Sie stammen gewissermaßen aus dem kollektiven Unterbewusstsein, dem Speicher unserer Vorfahren, der durch die geheimen Ebenen der Tora gegeben ist.

    Bild: Winkelmaß und Zirkel

    Im Bild oben sieht man die zentralen Freimaurersymbole Winkelmaß und Zirkel. Zur Erinnerung: Aus dem gematrischen Wortwert 231 errechnet sich das Symbol eines Zirkels. Und dazu kommt, dass es unter den entdeckten Symbolen auch einen rechten Winkel gibt, der sich aus dem Wortwert 867 herleitet (Bild unten). Dabei deutet dieser Winkel wie bei den Freimaurern auch den Satz des Pythagoras an, dessen kleinste ganzzahlige Lösung das Seitenverhältnis 3:4:5 ist, wie im Bild unten gezeigt.

    Bild: Hitomi-Winkelmaß

    Man muß dabei über den gewohnten Tellerrand hinweg sehen und die Linien über den offensichtlichen Rahmen hinaus denken (unten links im Bild oben), um zum Schluss zu kommen. Dass dieses Vorgehen nötig ist hat sicher auch mystische Bedeutung.

    Hebräisch ergibt die Summe der Wortwerte von „rechter Winkel“ זוית ישרה und „Zirkel“ מחוגה zusammen 1000. Das erinntert an das indische Kronenchakra, das als Lotosblüte mit 1000 Blättern gedacht wird. Und 1000 ist auch der Wortwert von Tzitz ציץ, das goldene blütenförmige Ornament (archaisch-poetisch; wegen seiner Funktion auch als „Stirnblatt“ übersetzt) des heiligen Diadems im Zentralen Vers der Tora, Levitikus 8,9:

    „Und er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und setzte an den Kopfbund, an seine Vorderseite, das [blütenförmige] Stirnblatt aus Gold, das heilige Diadem, ganz wie Jahwe dem Mose geboten hatte.“

    Das höchste der „Hitomi“-Symbole (Wortwert 368) stellt das im obigen Vers genannte Diadem dar (Bild unten).

    Bild: Hitomi-Diadem

    Wenn wir aber die Ideen von Zirkel und rechter Winkel kombinieren, und das Bild rechtwinklig drehen, erhalten wir das krönende blütenförmige Ornament in Form vierer exakt ineinander passender Zacken.

    Bild: Hitomi-Blüte

    Derjenige, der im genannten Vers gekrönt wird, ist Moses' Bruder Aaron. Nach einer möglichen Übersetzung heißt das „Erleuchteter“. So sind Winkelmaß und Zirkel, sowie auch die übrigen entdeckten Symbole, Werk­zeuge auf dem Weg zur Erleuchtung.

    (c) Andreas G. Szabó - erstellt