Entdeckung des Torakosmos

Wer mit der Kabbalah an fängt, wird wundersame Erfahrungen machen.

Bild: Mystik
Über den Rand der Welt hinaus

Hier können Sie einen Bericht lesen, über welche Stationen, Wege und Phasen ich die Sefirotsymbole des Torakosmos entdeckt habe, mit Scans erster Studien und Zeichnungen.

Vorgeschichte

Ich war schon ein paar Jahre von der hermetischen Kabbala und ihren Methoden beeindruckt. Da nenne ich mal nur den Baum des Lebens und die darin enthaltene Idee, wie ich das sah, verschiedene spirituelle Lehren, wissenschaftliche Elemente und psychologische Systeme auf zehn gemeinsame Hauptpunkte zu bringen.

Ich hatte schon vorher Wissen aus diversen Quellen gesammelt, und versucht, darin DAS System zu finden. Um dieses zu erreichen hatte ich vieles mit vielem kombiniert und verglichen, und war ständig sehr erstaunt und begeistert über den Konsens der dabei raus kam. Diesen hielt ich für eine Art „Stein der Weisen“, der mir aber immer wieder durch weitere Fragen entwischte.

Als ich zur Kabbalah fand, meinte ich, mir ihrer Hilfe meine Ergebnisse endlich ganz perfektionieren zu können, indem ich mein Wissen in den kabbalistischen Baum des Lebens einordnete.

Und dann kam ich bei meinen weiteren Untersuchungen auch um die Bibel nicht herum, und vertiefte mich in mystische Ausdeutungen der ersten Verse der Genesis im Bezug auf die zehn kabbalistischen Hauptpunkte und die hebräischen Buchstaben, deren Sinnverwandtschaften in der Kabbalah sehr wichtig und grundlegend sind. Diese Buchstaben sind zugleich Zahlen, weshalb man mit ihnen rechnen kann, um verborgene Be­zieh­ungen von Wort zu Wort aufzudecken.

Impulse und Einflüsse

Auf der Suche nach Neuem kam ich über die Websites von Andis Kaulins, Stan Tenen und Richard Amiel McGough. Andis Kaulins hatte die Idee, das sich die Alter der Patriarchen in den Kapiteln 5 und 11 der Bibel auf astronomische Zyklen beziehen könnten. So wurde die Idee von versteckter Astronomie in der Bibel ein Meilenstein in meinen Studien.

Stan Tenen beschrieb ein Rad, eine Spirale aus den hebräischen Buchstaben des ersten Verses der Genesis, in dem jene Buchstaben, die auf der selben von acht Speichen liegen, gleich sind, oder deren Ordinalzahl als trinären Code ausgedrückt, symmetrisch ist. Hiermit wurde der hebräische Text für mich erst so richtig interessant.

Und Richard McGough hatte ein Rad, das „Biblewheel“ vorgestellt, welches die 66 Bücher der evangelischen Bibel in drei Zyklen zu je 22 Büchern in Verbindung mit den hebräischen Buchstaben anordnet, so dass die im Bild unten rechts dargestellten Symmetrien der kanonischen Teile der Bibel entstehen. Das ist ihm ein Mysterium, schrieb er.

picture: bibleweel

Richtungsweisend war auch Beat Stöcklin, der Verse der Tora abzählte und verschiedene Passagen des Textes versweise zueinander in Beziehung setzte. Da sich hierbei erstaunliche Parallelen ergaben, wurde ich aufmerksam, dass die Verseinteilung tatsächlich einen tieferen Sinn haben könnte.

Von den Ideen dieser Personen war ich derart beeindruckt, dass ich die Sinnsuche nach dem großen Konsens aller möglichen Lehren zu gunsten gezielt kabbalistischer Studien im Bezug auf die Tora auf gab. Und es musste da noch etwas sein und zu entdecken geben, da war ich sicher.

Ich wollte nicht die Buchstaben zählen, davon gab es meiner Meinung nach einfachzu viele, und der Zyklus der Bücher war schon entdeckt. Daher konzentrierte ich mich auf die Verse und deren Zählung in Verbindung mit numerischen und astronomischen Zyklen. Astronomische Zyklen weil mir auffiel: Die Verszahl der Tora richtet sich nach dem Oktaeteriszyklus von Erde, Mond und Venus.

Auch das habe ich zum Teil Beat Stöcklin zu verdanken, der mir mitteilte, dass die Tora 5847 Verse hätte. Und interessanterweise hatte Beat Stöcklin etwa zu selben Zeit auch selber entdeckt, dass die Zahl der Toraverse ein gemeinsames Vielfaches diverser Zyklen- und Periodenzahlen ist.

Erste Schritte

Ich fing nun also an, Verse zu zählen, wobei ich die Tora in Portionen entsprechend diverser Planeten- und Zahlenzyklen aufteilte (Bild unten). Und was ich bisher noch bei niemand gesehen hatte, an jenen Stellen an denen sich solche Zyklen schlossen oder begegneten vermutete ich besondere Textinhalte.

Und tatsächlich, ich fand ein paar. Um nur mal ein Beispiel zu nennen (ausführlich beschrieben unter „Chokmah“): In Vers 399 schließt sich der erste synodische Zyklus des Jupiters. Vers 399 ist der erste des 17ten Kapitels der Genesis, in welchem zweimal die 99 erscheint, die Zahl der Mondphasenzyklen im kalendarischen Oktaeteriszyklus.

Ich zählte auch die Zahl der Worte bis in den Vers 399 hinein und fand, dass eben in dem Vers 399 auch das 4333ste Wort liegt. 4333 Tage dauern die Jahre auf Jupiter und das 4333ste Wort ist: „Jahre“ (שנים).

Zyklen
Wir sehen größere Zyklen, die sich aus kleineren Zyklen zusammensetzen, sowie auch überlappen. Es ist noch viel interessantes darin, das ich auf dieser Website noch garnicht ausgeführt habe.

Bei Messungen zum Versumfang der fünf Bücher der Tora stellte ich fest, dass die Genesis dabei besonders hervorkam. Ihre Verszahl ließ sich durch viele ganzen Zahlen teilen.

Und da ich wie Stan Tenen und Richard McGough auch ein Rad haben wollte, baute ich Räder mit den Versen der Genesis auf diversen Anzahlen an Speichen und angeordnet in mehreren Runden. Die Zahl der Runden ergab sich aus der Zahl der Speichen und umgekehrt.

Hierbei ging es erstmal nur um die Anzahl an Versen, ohne Beachtung von deren Inhalt. Dann aber kombinierte ich die Zyklen und die Textinhalte und setzte die Verse zyklisch auf ein Rad mit 73 Speichen. Dabei markierte ich alle 29,53 Speichen den Vollmond und bemerkte, das er nach zwei Runden - das sind 5 Mondphasenzyklen - wieder fast auf die selbe Speiche viel. Ich wurde speziell auf jene Verse aufmerksam, die auf diesen Speichen lagen und untersuchte da inhaltliche Zusammenhänge.

Mondzyklus
Studie des Mondzyklus in der Genesis. Das Rad hat 73 Speichen, woraus sich bei 1533 Versen 21 Umläufe ergeben. Es ist nach jeweils 29,53 Speichen der Vollmond eingezeichnet. Daneben finden sich vielerlei Informationen, Sachverhalte auf die ich aufmerksam wurde sowie auch Ideen. Die Voll- und Neumonde markieren als signifikant empfundene Textinhalte.

Während diese Versuche und deren augenscheinliche Treffer mich beeindruckten, hegte ich aber seit ich das Biblewheel kannte, auch eine wiederkehrende und mit der Zeit klarer werdende visionäre Vorstellung, dass da noch etwas ganz anderes und großartiges sein könnte: Ich sah ein Rad aus Licht vor mir, vergleichbar mit einem aus vielen Glühbirnen leuchtenden Jahrmarktsriesenrad, nur viel kleiner und irgendwie aus der Tora oder der Genesis gebaut. Die Glühbirnen sollten, wie sich später zeigte von den einzelnen Worten gebildet werden, wobei immer bestimmte Worte aufleuchteten.

Idee, Experiment und Erfolg

Mich interessierte nach und nach die Verteilung bestimmter gematrischer Wortquersummen im Text, ob es da vielleicht Muster geben könnte. Ich schaute mir die Verteilung der Wortquersumme 666 anhand der Zahl der Verse an, die es von einer 666 bis zur nächsten 666 im gematrischen Zahlencode sind, und bemerkte dabei, dass diese Abstände im dritten Drittel der Genesis dreimal fast übereinstimmen, so dass in einem Genesis-Verse-Rad mit drei Umläufen von innen nach außen die Positionen der Verse mit dem Worten mit der Quersumme 666 im äußeren Umlauf als Punkte dargestellt die Ecken eines gleichseitigen Dreiecks bilden würden.

Bild: Hitomi 666

Für die konkrete Versuchsmethode, die sich dann gleich als richtig heraus stellen sollte, addierte ich spontan die Position eines Wortes in seinem Vers zum Radius des jeweiligen Ringes in dem der Vers liegt.

Ich schrieb ein Programm „Genesis Eye“ in Amiga BASICDas ist eine ganz einfache Programmiersprache., um also die Positionen der gefundenen Worte als Punkte in diesem dreizyklischen Rad darzustellen. Als ich dann das Ergebniss sah, das gleichseitige Dreieck und dass die übrigen 666er welche nicht im dritten Drittel der Genesis lagen, eine fast gerade Linie quer durch das Dreieck beschrieben, fand ich mich bestätigt und suchte nach weiteren Zahlendarstellungen, die mir auffielen. Und ich fand welche.

Nicht sofort war ich mir im Klaren darüber, welche Muster nun etwas sind und welche nicht, aber nach und nach stellte ich acht beabsichtigte Muster fest, in denen ich Symbole erkannte. Dazu bezog ich auch versuchsweise die bildgebenden Zahlen sowie ihre Quersummen aufeinander, und stellte dabei die Zugehörigkeit der Symbole zu den Sefirot des Baumes des Lebens fest, wie unter „Überprüfung der Symbol-Sefirotzuordnungen“ beschrieben.

Die Arbeit

Ich hatte nun also meine Symbole. Dass sich in diesen aber noch der Satz des Pythagoras und der Stern von Bethlehem befanden und so, das bemerkte ich erst Jahre später, auf die Art wie schon in den Besprechungen der einzelnen Symbole beschrieben. In den letzten Jahren habe ich mich dann der Verfeinerung und schriftlichen Formulierung meiner Erkenntisse gewidmet.

Allumfassend kann man sagen, dass ich anfangs noch viele Beziehungen und Bedeutungen sah, die ich mit der Zeit dann aber als für mich unbedeutend oder gar als Irrtum einordnete. Vieles von dem was übrig blieb und den aktuellen Stand meines „Tikkun Darunter versteht der Kabbalist die Wiederherstellung der göttlichen Ordnung in der Welt.“ wiedergibt, sehen sie auf dieser Website.

(c) Andreas G. Szabó - erstellt 7/2014, letzte Änderungen 10/2014