Bild: Verklärung des Herrn
„Hitomi“ über die Kirche

Hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes um Zeit-Punkte. Denn hier sind diverse Jahreszahlen als Punkte in Bildern in die Tora kodiert. Ins besondere geht es um die Zeit der Konstantinischen Wende, am besten bekannt durch das Konzil von Nicäa.

Ich spreche nicht von dem aktuell kursierenden Gerücht, Kaiser Konstantin hätte die Bibel gefälscht oder dergleichen, aber Irgendwas oder Irgendwer scheint trotzdem einen seltsamen Plan mit der christlichen Religion konstruiert zu haben, mit unbekanntem Grund.

Egal ob Sie sich für Kirchengeschichte interessieren oder nicht, Sie können hier etwas finden, das Sie so bisher noch nicht gesehen haben. Die im Folgenden beschriebenen Zusammenhänge und Spekulationen sind schon Grund zum Staunen, stellen sie doch ein paar Dinge in Frage die man über die Geschichte zu wissen glaubt.

  • Inhalt dieser Seite

  • - Die Hitomi-Zeitlinie
  • - Die Konstantinische Wende
  • - Trinität, Papst und Kirche
  • - Babylon und die große Hure
  • - Fazit
  • Die Hitomi-Zeitlinie

    Als erstes müssen wir verstehen, was die „Hitomi-Zeitlinie“ ist und wie sie funktioniert. Sie ist die geregelte Zuordnung von Punkten in den „Hitomi“-Siegelbildern zu bestimmten Jahren zwischen 720 vor, und 360 nach Christus. Punkte und Ereignisse treffen dabei unter mysteriösen Umständen zusammen, woraus sich ein erweiterter Sinn der Bilder ergibt.

    Um diese Zuordnung zu erhalten brauchen wir Toraverse, da in ihnen die Punkte liegen, sowie einen Kalender. Und naheliegend sind der Jüdische oder der Christliche.

    Die Zuordnung grenzt zeitlich an eine einfache Rechnung mit dem Startdatum des jüdischen Kalenders und der Zahl der Verse der Tora. Im Talmud im Traktat Kiduschin 30a (spätere Version) befindet sich der Hinweis, dass die Tora 8888 Verse hätte. Das stimmt aber nicht, denn eine Tora hat um die 5847 Verse. Hinter der Angabe von 8888 Versen scheint eine Absicht zu stecken, denn sie weicht zu sehr von der tatsächlichen Zahl ab als dass man in ihr nur einen Zählfehler sehen könnte.

    Bild: Hinweis auf die Hitomi-Zeitlinie

    Die Hitomi-Zeitlinie beginnt, wenn wir den Unterschied zwischen 8888 Versen und 5847 Versen berechnen, und das Ergebnis zum Startdatum des jüdischen Kalenders in 3761 v. Chr. hinzuzählen. Der Unterschied beträgt 3041 und mit dem Addieren dieser Zahl zu 3761 v. Chr. landen wir im Jahr 720 v. Chr.

    Wenn wir von dort aus 360 Jahre addieren, landwen wir im Jahr 360 v. Chr. Hier hat Platon sein Atlantis veröffentlicht, dessen Akropolis mit drei Ringen umgeben war. Das sind dreimal 360 Grad. Wir haben schon 360 zum Jahr 720 v. Chr. addiert, bleiben demnach noch zwei „Ringe“, also zeimal 360 Jahre übrig, zwischen denen dann unsere Zeitenwende liegt.

    Dieser zeitliche Aufbau steht in direkter Verbindung mit dem Hitomi-Rad, wobei jeder der drei Versumläufe in dem Rad einer Zeitspanne von 360 Jahren wie Graden entspricht (siehe Bild unten). Ein Versumlauf fasst 511 Verse, von denen sich durch mathematische Rundung für jeden Vers eine ganzzahlige Gradzahl errechnen lässt, die als Jahr verstanden wird. Der erste Vers im dritten Ring (der äußere Ring) ist das Jahr 1.

    An der Zeitenwendenschwelle, im Jahr 1 v. Chr., liegt der besondere Vers 1022, in dem dreimal die 360 als gematrischer Wortwert auftaucht. Und zwar gruppiert in zweimal und einmal, so wie hier zweimal 360 Jahre vor der Zeitenwende liegen, und einmal 360 Jahre danach.

    Bild: Hitomi-Zeitlinie

    Es kann nun also ein Punkt eines Bildes auf ein Jahr zeigen. Und es stellte sich heraus, dass dies etwas bringen könnte: Der Sonne-Punkt im Siegel der Jupiter-Saturn Begegnung im Jahre 7 v. Chr. zeigt durch die Hitomi-Zeitlinie auf das Jahr 7 v. Chr.

    Bild: Konjunktion

    Das Mosaik im Bild unten (an der Decke in der Taufkirche von Albenga, Italien, 5. Jh) erinnert an das Hitomi-Design und die Buchstaben Alfa und Omega (biblisch für Anfang und Ende stehend) auf der Horizontalen könnten eine dreifältige Zeitlinie andeuten wollen.

    Bild: Albenga Mosaic

    Das Mosaik zeigt ein dreifaches Christusmonogramm, das vielleicht die Trinität darstellen soll. Die Herkunft des Christusmonogramms an sich ist unklar. Kaiser Konstantin I. soll es einmal im Traum vor einer Schlacht gesehen haben, zusammen mit den Worten „in hoc signo vinces“ („in diesem Zeichen wirst du siegen“). Danach habe er dieses Monogramm auf die Schilde und Fahnen seiner Legionäre schreiben lassen.

    Was man im Bild oben nicht gut sieht ist, dass die drei Monogramme von 85 Sternen umgeben ist, die wie eine Legion in Reih und Glied aufgereiht sind, so als wären sie durchgezählt. Und zählen wir noch als großen Stern das Monogramm selbst hinzu, erhalten wir 86, den Zahlwert des hebräischen Wortes Elohim אלהים, das heißt Götter oder Gott.

    Bild: Kreise auf einer Bibel
    Die Bibel, Einheitsübersetzung.

    Konstantinische Wende

    Der Sonne-Punkt im Bild der Jupiter-Saturn Begegnung in 7. v. Chr. deutet auf die Sonne, deren Siegel das gleichseitige Dreieck aus der 666 ist (Sonnensiegel). Dessen Punkt an der Hauptspitze deutet auf das Jahr 322. In diesem Jahr erfolgte auf Konstantins Erlass die Grundsteinlegung für die erste Version der Peterskirche (Sitz des Papstes) im Vatikan.

    Wenn wir in die Zeitlinienformel (siehe Anfang dieses Artikels) statt dem Maß von 5847 Versen einer Tora, die aus dem Abschnitt über Chokmah hervor geht, wie auch ebenda als alternativ richtig erwogen die 5844 ein setzen (siehe auch „Wieviel Verse hat die Tora?“), landen wir mit der Spitze des Dreiecks genau im Jahre 325, in dem Konstantins legendäres Konzil von Nicäa abgehalten wurde. Das war das überhaupt erste Klärungsmeeting kirchlicher Würdenträger und man hat sich dort für die kirchliche Doktrin der Trinität entschieden.

    Bild: Hitomi 666

    Das Wort, welches diesen Spitzenpunkt bildet (in Genesis 49,6), ist Be'ssodam בסדם, welches man mit Verschwörung übersetzen kann, oder nach angestammter biblischer Weise mit „Geheimnis“ (KJV) oder „geheimer Rat“. Auf jeden Fall steckt das hebräische Wort Sod darin, das Geheimnis bedeutet.

    Der Punkt liegt im Vers 1480, das ist die Summe der Buchstabenwerte von Christos Χριστός nach griechischer Buchstaben-Zahlen Beziehung (Isopsephie). Christus wird oft mit der Sonne (das Dreieck ist das Sonnensiegel) in Verbindung gebracht, z. B. durch Vers Maleachi 3,20 (Elberfelder Bibel) im Alten Testament: „Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter ihren Flügeln ...“.

    Nachdem Konstantin einige Zeit den Sonnengott Sol Invictus bevorzugt hatte, erledigte er ein paar Dinge, die den Bezug Jesu zur Sonne verdeutlichen sollen:

    Ferner erwirkte Konstantin, dass das Kreuz an zu beten ist, indem er eines in der Grabeskirche Jesu feierlich zu Schau stellte, die er in Jerusalem an der vermeintlichen Stelle der Kreuzigung Christi bauen ließ.

    Trinität, Papst und Kirche

    Auf dem Konzil von Nicäa wurde erstmals für die Trinität für alle entschieden. Es dauerte noch Jahrzehnte bis sich das durchgesetzt hatte, könnte aber schließlich für die katholische Kirche sehr nützlich geworden sein. Denn aus der Bibel lässt sich in einfacher Art lediglich heraus lesen, dass Petrus, den die Kirche als den ersten Papst sieht, in die Nachfolge des Jesus berufen wurde, nicht aber zum direkten Stellvertreter Gottes. Jesus spricht z. B. in Matthäus 16,18 in der Einheitsübersetzung:

    „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen ...“

    Nur durch die Bestimmung von Nicäa, dass „der Sohn“ wesenseins mit „dem Vater“ ist, kann der Papst auch ein Stellvertreter des Vaters auf Erden sein. Im Bekenntnis von Nicäa heißt es homoousion (wesenseins), ein Wort, dass in der Bibel nicht vor kommt. Außerdem heißt es im griechischen Original des oben zitierten Verses aus der Einheitsübersetzung nicht „Kirche“, sondern nur Versammlung oder Gemeinde (Ekklesia). Die Einheitsübersetzung ist im deutschsprachigen Raum die katholische Bibel.

    Bild: Trinitätsdreieck
    Die Trinität heute: Vater, Sohn und Heiliger Geist sind verschieden aber eines Wesens.

    Im 8. Jh. ist ein Dokument aufgetaucht, die „Konstantinische Schenkung“, das angeblich im Jahre 316 von Kaiser Konstantin ausgestellt wurde. Darin überträgt Konstantin die geistliche aber auch politisch wirksame Autorität über Rom und den westlichen Part des römischen Imperiums auf den Papst. Während nun aber die katholische Kirche im 17. Jh. zugestimmt hat, dass das Dokument gefälscht sei, behauptete sie dann noch bis ins 19. Jh., die Schenkung habe tatsächlich stattgefunden.

    Das Dokument ist noch von einem anderen Gesichtspunkt interessant: Darin taucht erstmals die Phrase „Vicarius Fili Dei“ auf. Das heißt Statthalter des Sohnes Gottes und bezieht sich dort auf Petrus. Diejenigen Buchstaben in dieser Phrase, die römische Zahlen sind, also alle V, I, C und D, wobei lat. u = v, addieren sich zu 666, der Zahl die das gleichseitig dreieckige Sonnensiegel bildet.

    So wie es im oben Zitierten Vers steht, dass eine „Kirche“ auf Petrus gebaut werden würde, wurde die Peterskirche (oder Petersdom) im Vatikan tatsächlich „auf Petrus“ gebaut, bzw. auf seinem angeblichen Grab. Der Papstthron (die Cathedra Petri) darin wurde aber erst im Jahr 1666 fertiggestellt.

    Babylon und die große Hure

    Hier ist eine mysteriöser Sonderfall: Ein dem Sonnensiegel (Hitomi 666) ähnliches dreieckiges Bauwerk in Beton auf dem Gelände des antiken Babylon. Es ist ähnlich, weil seine Neigung zum langen Kanal und zur Straße daneben der Neigung des Dreiecks im Siegel zur Senkrechten entpricht.

    Bild: Bayblonisches Dreieck

    Saddam Husseins Palast steht auf dem künstlichen Betonhügel, welcher der Hauptspitze des Siegeldreiecks enspricht. Das Wort dort ist Be'ssodam, was ähnlich wie Saddam klingt. Wurde hier versucht etwas zum Ausdruck zu bringen?

    Ich weiß nicht. Aber dieses: Nach Martin Luther und der Meinung einiger Menschen heute meint die „Hure Babylon“ aus dem letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, das antike Rom und/oder die katholische Kirche, insbesodere diese seit der Konstantinischen Wende, welche um das Datum herum begann, auf das die Spitze des Dreiecks im Hitomi-Bild zeigt. Luther führte an, dass das hebräische Wort für Römer רומיית den Zahlwert 666 hat.

    Die Summe der römischen Zahlzeichen außer jenem für die 1000, also D, C, L, X, V, I ergibt übrigens 666. Zum Rechnen sind die römischen Zahlen sehr unpraktisch und erst durch die Einführung des Dezimalsystems durch Adam Ries Anfang des 16. Jh. wurde die Mathematik alltagstauglich und der Weg für den Fortschritt der Wissenschaften war geebnet.

    Fazit

    Mich hat immer gestört, dass die 666 von Verschwörungstheoretikern auf eine einzelne Person bezogen wurde. Ich bin der Auffassung, es handelt sich um etwas größeres.

    Ich weigere mich außerdem, die 666 nur auf einen Satan oder nur das Böse zu beziehen, egal ob nun transzendent oder metaphorisch. Die 666 hat einen Bezug zum Christos, das habe ich nun unter anderem in diesem Artikel dargelegt. Weitere Gründe finden Sie in der Beschreibung zum Sonnensiegel.

    Wenn Sie mich ganz konkret fragen, ob ich meine, dass es da eine Verschwörung gibt, um all das was ich Ihnen in diesem Artikel vorgestellt habe, dann anworte ich: Nein. Aber der Torakosmos mit den Symbolen und den Zeit-Punkten ist / hat ein durchdachtes System.

    (c) Andreas G. Szabó - erstellt 2013 - letzte Änderung 7/2014,